Flg. 37 – Slapstick!

Es ist ein schwerer Tag für uns. Es gibt sicherlich internen Gesprächsbedarf. Es ist eine schwierige Ausgangsposition für den Rest der Saison. Wir wollen uns alle Gedanken machen, wie wir aus dieser Situation herauskommen. Wir müssen uns zusammensetzen, wie es weitergehen soll. Das, was heute passiert ist, ist nicht akzeptabel. Ich habe das Gefühl, die Mannschaft ist total verunsichert. Man hat auf der Tribüne bei einer klaren Führung das Gefühl, dass man bei jedem Angriff gefährdet ist, ein Gegentor zu kriegen. Das muss überdacht werden, woran das liegt.
Der ein oder andere Spieler muss über sich mal nachdenken. Das waren dilettantische Fehler. Wenn ich an das erste Tor denke, sowas habe ich eigentlich nur in Slapstick-Filmen gesehen. Das geht so nicht!
Das ist im Moment überhaupt kein Thema, weil wir uns vorgenommen haben, darüber zu schlafen und dann am Dienstag das schwere Spiel vor uns zu haben. Dann müssen wir eine Analyse machen. Wir spielen am Dienstag gegen Benfica. Da wird unser Trainer sicher Niko Kovac sein. Uns ist es jetzt wichtig, dass wir Ruhe bewahren. Es fällt schwer, das gebe ich absolut zu. Dass wir alle Kräfte mobilisieren, um am Dienstag die Champions-League-Qualifikation zu schaffen. Denn mit einem Sieg würden wir ja qualifiziert sein. Und dann müssen wir uns schon noch mal zusammensetzen, wie es weitergehen soll. Denn das, was heute passiert ist, ist absolut nicht akzeptabel.
Wir werden sicher nicht die Kabine benutzt haben, um die Mannschaft nach dem Trainer zu fragen. Wir werden aber die nächsten Tage nutzen, um herauszufinden, warum wir so schlechten Fußball, so uninspirierten Fußball ohne Selbstvertrauen spielen. Wir sind Manns genug, Entscheidungen selbst zu treffen. Man wird die Meinung von Spielern anhören.
Von diesem Schock muss ich mich erholen. Es wird ein schwieriger Abend für meine Frau. Wir sind heute alleine zuhause. Morgen kommt unsere Tochter mit den Enkelkindern. Die werden es auch nicht so leicht haben mit mir. Das war so nicht vorgesehen in unserer Familienplanung für dieses Wochenende.
Die ersten sechs Wochen hatte ich das Gefühl, wir haben alles richtig gemacht. Und jetzt, die letzten sechs Wochen, ist es ins Gegenteil umgekehrt. Und wir müssen jetzt die goldene Mitte finden. Was war am Anfang so gut und was ist jetzt so schlecht. Wir müssen Lösungen finden. Eines ist klar: Solche Leistungen, wie jetzt in der Reihe passiert sind, die müssen analysiert werden. Und wir müssen zu einem Ergebnis kommen, woran das liegt. Daran müssen wir jetzt arbeiten.
Das habe ich noch nicht. Aber im Moment über die Deutsche Meisterschaft zu reden, wäre doch etwas überheblich. Die Dortmunder haben im Moment das Glück, das wir nicht haben. Die schießen kurz vor Schluss das 2:1 und wir kriegen es in der allerletzten Minute – zum wiederholten Male. Da muss man sich schon die Frage stellen, warum bei uns im Moment fast jeder Angriff ein Tor bedeutet. Und das hat aber auch mit den Spieler zu tun. Bitte tun Sie sich mal das an, was heute passiert ist: die Tore alle zu analysieren. Und dann müssen Sie schon auch mal kritisch mit dem ein oder anderen Spieler umgehen. Denn das war Hanebüchen, was da passiert ist. Schönen Abend.

In Liebe dein Uli

Patreon
Twitter

Flg. 36 – Friedhof der Nationalhelden

Caren Miosga wuchs in Groß Ilsede auf und besuchte das dortige Gymnasium. Nach dem Studium der Geschichte und der Slawistik in Hamburg arbeitete sie für die Radiosender Radio Schleswig-Holstein, Radio Hamburg, N-Joy und den Fernsehsender RTL-Nord. Zudem arbeitete sie parallel zum Studium auch als Reiseleiterin in Sankt Petersburg und Moskau und berichtete für den Hörfunk aus Russland. 1999 ging sie zum NDR Fernsehen und moderierte dort das Kulturjournal und von 2003 bis zum Beginn ihrer Elternzeit 2005 das Medienmagazin Zapp. Von Mai 2006 an moderierte sie das ARD-Kulturmagazin ttt – titel, thesen, temperamente. Im Jahr darauf wurde sie neue Moderatorin der Tagesthemen. Sie moderiert diese Sendung im wöchentlichen Wechsel mit Ingo Zamperoni (Vertretung beider: Pinar Atalay).
Miosga ist seit 2007 mit dem Pathologen Tobias Grob verheiratet und hat gemeinsam mit ihm zwei Töchter.
Patreon
Twitter

Flg. 35 – Je suis Pochie

Natürlich war uns allen klar, dass die letzte Ausgabe nicht folgenlos bleiben wird. Dennoch war uns die Tragweite nicht bewusst. Um es auf den Punkt zu bringen, Pocho fehlt! Offiziell, weil er beruflich verhindert ist. Wir wissen aber, dass es sich mit seinen Werten nur schwer vereinbaren lässt in Zukunft weiterhin auf derart niedrigen Niveau zu senden. Wir hoffen, wir können uns steigern. Aber erst nächste Woche.
Patreon
Twitter